Selbstmord

Veröffentlicht auf von Alice

Warum begehen Menschen Selbstmord? Man kann im Normalfall zwischen spontanen Selbstmorden, z.B. wegen einer zerbrochenen Liebe, und lange überlegten Selbstmorden, z.B. wegen Krebs oder schweren Depressionen unterscheiden.

Wenn ein nahestehender Mensch unerwartet stirbt, bleibt immer eine Leere zurück, auf die man sich nicht vorbereiten kann und die unsere große Angst berührt, allein zurückzubleiben.

Noch unfassbarer ist die Vorstellung, wenn dieser Mensch seinen Tod aus freien Stücken wählt.

Denn dann kommt die Frage nach dem „Warum“ hinzu und oft auch eine Wut: „Wie kann er/sie mich hier zurücklassen? Warum tut man so etwas?



Fakten über Selbstmord:


1. Wer sich einmal mit Selbstmordgedanken trägt, wird es sein Leben lang tun.
FALSCH! Jemand, der sich das Leben nehmen will, ist nur für eine begrenzte Zeit "selbstmordgefährdet". In dieser Zeit holt sich diese Person entweder Hilfe, überwindet die Selbstmordgedanken oder stirbt.


2. Wenn jemand schon einmal versucht hat, sich umzubringen, sind die Chancen, dass er es noch einmal versucht, wesentlich niedriger.
FALSCH! Mindestens 80% aller durchgeführten Selbstmorde geschehen nach vorherigen Selbstmordversuchen. Dies trifft besonders auf junge Leute zu.


3. Menschen, die sich mit Selbstmordgedanken tragen, möchten gar nicht unbedingt sterben.
WAHR! Ambivalenz ist ein deutliches Charakteristikum einer selbstmordgefährdeten Person. Viele wollen gar nicht sterben, sondern möchten nur einen Weg finden, um einer unerträglichen Situation zu entkommen.


4. Es ist keine gute Idee, jemanden zu fragen, ob er sich mit Selbstmordgedanken trägt. Über Selbstmord zu reden, könnte ihn nur auf den Gedanken bringen sich umzubringen.
FALSCH! Manche meinen, es sei sicherer, nicht mit jemandem über Selbstmord zu sprechen, der diese Möglichkeit in Erwägung zieht. Doch ganz im Gegenteil: Darüber zu sprechen, hilft dieser Person oftmals, sich mit den damit verbundenen schwierigen Themen auseinanderzusetzen und die Spannung zwischen dem Wunsch zu leben und zu sterben zu lösen. Eine Bereitschaft zum Zuhören zeigt, dass Menschen Anteil nehmen und bereit sind, zu helfen.


5. Wenn sich eine depressive oder selbstmordgefährdete Person besser fühlt, bedeutet das gewöhnlich, dass sich das Problem gelöst hat.
FALSCH! Wenn jemand, der zuvor depressiv war oder sich mit Selbstmordgedanken getragen hat, plötzlich wieder fröhlicher erscheint, sollte nicht davon ausgegangen werden, dass die Gefahr vorbei ist. Hat sich jemand entschlossen, seinem Leben ein Ende zu setzen, kann er sich bereits auf Grund der getroffenen Entscheidung "besser" fühlen bzw. ein Gefühl der Erleichterung empfinden. Eine schwer depressive Person hat zwar möglicherweise nicht die Energie, Selbstmordgedanken in die Tat umzusetzen. Sobald jedoch wieder genügend Energie da ist, ist es gut möglich, dass sie sich doch noch das Leben zu nehmen versucht.


6. Die größte Gefahr des Selbstmords besteht unter jungen Männern.
WAHR! Die Gefahr des Selbstmords ist in vielen Ländern unter Männern zwischen 18 und 24 Jahren am höchsten.


7. Jemand, der behauptet, er möchte sich am liebsten umbringen, würde es doch nie tun. Er versucht dadurch nur Dampf abzulassen. Diejenigen, die sich wirklich umbringen wollen, reden gewöhnlich nicht darüber. Sie tun es einfach.
FALSCH! Die meisten Menschen reden entweder darüber oder tun etwas, das darauf hindeutet, dass sie sich umbringen werden. Mach Dir jedoch keine Selbstvorwürfe, wenn Du es nicht kommen gesehen hast.


Quelle: Befrienders

Bild.de


Die folgenden Punkte können darauf hindeuten, dass ein Mensch selbstmordgefährdet ist:

  • bei starken Veränderungen seiner Essens- und Schlafgewohnheiten, wenn sich jemand plötzlich nichts mehr aus liebgewonnen Dingen macht - z.B. seine Lieblings-CDs, Klamotten oder sein Haustier verschenkt
  • wenn sich jemand von seinen Freunden abkapselt
  • wenn jemand nach der Trennung von einem geliebten Menschen in tiefe, nicht enden wollende Depressionen verfällt
  • bei plötzlicher Verschlechterung der Schulnoten
  • bei allgemeiner Hoffnungslosigkeit und Selbsthass
  • bei ständiger Rastlosigkeit und Überaktivität
  • wenn jemand einen Selbstmordversuch begeht

Gefahr besteht vor allem wenn ...

  • jemand sagt, dass er sich selbst verletzen will
  • jemand einen Plan hat, wie er das machen will
  • jemand Tabletten bunkert oder sich eine Waffe besorgt
  • es Anzeichen dafür gibt, dass sich jemand bereits verletzt hat
  • jemand weggetreten oder bewusstlos aufgefunden wird

Es ist falsch zu glauben, dass Menschen, die von
Selbstmord sprechen, es nicht tun!

Es ist auch falsch zu glauben, dass ein zum Suizid
entschlossener Jugendlicher nicht mehr von seinem
Vorhaben abzubringen ist. Die meisten sind hin und
her gerissen zwischen dem Wunsch zu leben und dem
Wunsch zu sterben. Durch verständnisvolle Gespräche
und praktische Unterstützung kann der Lebenswille
wieder aktiviert werden.


Quelle: bravo.de

 

 

Wo bekomme ich hilfe?
Jugend-Notmail
http://junoma.jungundjetzt.de
Hier gibt es Beratung und Informationen zu allen Jugendthemen per Email - mit dem "Notruf"-Button kann man direkt (auch anonym) seine Probleme schildern und Hilfe anfragen.

Telefonseelsorge
www.telefonseelsorge.de
0 800/111 0 111 oder
0 800/111 0 222 (bundesweit, kostenlos)
In Deutschland gibt es 104 Telefonseelsorgestellen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym Beratung am Telefon anbieten. Unter der bundeseinheitlichen Telefonnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 kann kostenlos angerufen werden. Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören zu, nehmen Anteil und verweisen bei Bedarf an andere Einrichtungen. Die Telefonsseelsorge ist somit die flächendeckende Basis aller spezialisierten Krisenhilfsangebote.

Kinder- und Jugendtelefon

0 800/111 0 333 (bundesweit, kostenlos)
Beratungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche, überwiegend vom Deutschen Kinderschutzbund.
www.kinderundjugendtelefon.de

 

Arbeitsgemeinschaft Christliche Onlineberatung
www.christliche-onlineberatung.de
An der Alten Post 4, 97714 Ebenhausen, Bayern
Verschlüsselte Webmailberatung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen durch einen Zusammenschluss mehrerer christlicher Onlineberatungs- und Internetseelsorgestellen. Impulsebereich mit Fotos und Lyrik von Ulrich Schaffer.
Dieses Hilfsangebot richtet sich an: Erwachsene (ab 18), Jugendliche (12-17) und Kinder (bis 12).

 
Beratungsstelle NEUhland

(besonders für Kinder und Jugendliche),
Nikolsburger Platz 6, 10717 Berlin,
Tel. 0 30/8 73 01 11, www.neuhland.de

Von Neuhland gibt es auch die Liste
Hilfsdienste in Deutschland nach Bundesländern



Das Beratungs-Netz
www.das-beratungsnetz.de
One-to-One Beratung via Internet: Das Beratungsnetz ist Mittler zwischen Ratsuchenden online und den Beratungseinrichtungen und bietet Online-Beratung an zu verschiedenen Krisen-Themen.


rotelinien.de-SVV-Selbsthilfe

www.rotelinien.de

Rote Linien ist eine Internet-Initiative, die speziell für Angehörige und Zugehörige von sich selbst verletzenden Menschen ins Leben gerufen wurde. Sie richtet sich zum zweck der gegenseitigen Hilfe vorrangig an Familienmitglieder, an Partner und an Freunde autoaggressiver Menschen. Natürlich heißt das nicht, dass von SVV (Selbstverletzendes Verhalten) selbst Betroffene auf dieser Homepage nicht willkommen wären. Die Seite bietet Informationen, praktische Selbsthilfe-Tipps, professionelle Hilfsangebote und einen Platz zum Austausch.


Angehörige um Suizid

http://www.agus-selbsthilfe.de/

AGUS - Angehörige um Suizid e.V. ist eine bundesweite Selbsthilfeorganisation für Trauernde, die einen nahe stehenden Menschen durch Suizid verloren haben. Die Seite bietet u.a. Informationen zu Büchern, Seminaren und Fachtagungen zum Thema und gibt einen Überblick über die Regionalgruppen von AGUS.

 

BRAVO.de

www.bravo.de
Das Beratungsangebot vom Dr.-Sommer-Team auf BRAVO.de mit Informationen zu vielen Problembereichen.


[U 25]

www.u25-freiburg.de
[U25] ist speziell für junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren da. Denn in diesem Alter werden die meisten Selbstmordversuche verübt.

Ein Team von Fachleuten - verstärkt durch ehrenamtliche Mitarbeiter zwischen 17 und 23 Jahren - ist ansprechbar in persönlichen Notlagen, hilft dir aber z.B. auch, wenn dir ein Freund oder eine Freundin anvertraut hat, dass sie sich umbringen will, oder wenn du dir allgemein Sorgen um einen nahestehenden Menschen machst. Melde dich auch, wenn Du traurig und verzweifelt bist, weil sich ein Freund, eine Freundin oder ein Familienmitglied das Leben genommen hat.


www.youth-life-line.de

www.youth-life-line.de
Jugendliche beraten Jugendliche!
Hier wirst du von 40 Jugendlichen (Peers) per e-mail beraten, wenn Du in einer schweren Krise steckst. Die Peer-Berater werden von hauptamtlichen pädagogisch- therapeutischen Fachleuten unterstützt und ausgebildet.

 

Arbeitskreis Leben e.V. (AKL)

www.ak-leben.de

Arbeitskreis Leben-Einrichtungen (AKL) sind Beratungsstellen, teilweise eng kooperierend mit Krankenhäusern vor Ort, die Menschen in Lebenskrisen und Menschen, die daran denken ihrem Leben ein Ende zu setzen, aber auch Angehörigen, Freunden und anderen, die sich Sorgen um jemand machen, persönlich und telefonisch unterstützen.

 

Österreich:

www.weil-graz.org

Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen,deren Angehörige und FreundInnen. 

Das Kontakttelefon  WEIL    +43 (0) 664 35 86 786 ist rund um die Uhr erreichbar.

Neben Kontakthandy, der persönlichen Betreuung, dem Projekt X und der Mitfinanzierung von Psychotherapie halten wir Vorträge in Schulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen, gestalten die Peer Group Education und unterstützen einen Unikurs.


München:

"Die Arche" e.V. - Selbstmordverhütung und Hilfe in Lebenskrisen

Viktoriastraße 9, 80803 München

Tel.: 089/ 33 40 41

 

Krisendienst Psychiatrie München

täglich 9 bis 21 Uhr

Tel.: 089/ 72 95 96 0

 

Kriseninterventionsstation des Bezirkskrankenhauses Haar

Ringstraße 12, 85540 Haar(München)

Tel.: 089/ 46 18 24 00

 

Nürnberg:

Ambulanter Krisendienst Nürnberg/ Fürth

An den Rampen 29, 90443 Nürnberg

Tel.: 0911/ 42 48 550

 

Stuttgart:

Arbeitskreis Leben Stuttgart e.V. - Hilfe bei Selbstmordgefährdung und Lebenskrisen

Eierstraße 9, 70199 Stuttgart

Tel.: 0711/ 600 620

www.ak-leben.de

 

Psychologische Beratungsstelle für eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Katherinenstraße 2 B, 70182 Stuttgart

Tel.: 0711/ 24 89 29 20

 

Berlin:

Berliner Krisendienst - telefonische Information und Weiterleitung

Tel.: 030/ 39 06 300

 

Kindernotdienst

Gitschiner Straße 49, 10969 Berlin-Kreuzberg

Tel.: 030/ 61 00 61

 

Jugend-Notdienst

Mindener Straße 14, 10589 Berlin-Charlottenburg

Tel.: 030/ 61 00 62

 

 

Bochum:

Prisma- Beratung bei Suizidgefährdung 

Zur Vereinbarung eines gesprächstermins erreichen sie uns Mo- Fr 9-13 Uhr

Tel.: 0234/ 58 513

 

Psychosoziales Beratungs- und Behandlungszentrum

Lochbergstraße 2a, 44789 Bochum

Tel.: 0234/ 30 70 50


Hamburg:

Verein zur Suizidprophylaxe e.V.

Kleiner Pulverteich 5a, 20099 Hamburg

Tel.: 040/ 24 63 95

 

Kinder- und Jugendnotdienst

Feuerbergstraße 43, 22337 Hamburg

Tel.: 040/ 42 84 90

Öffnungszeiten: Tag und Nacht

 

Psychosoziale Kontaktstelle LOTSE

Fährstraße 70, 21107 Hamburg-Willhelmsburg

Tel.: 040/ 75 99 99

 

Psychodynamisch-Psychiatrische Ambulanz

Universitätsklinik eppendorf

Martinistraße 52, 20246 Hamburg

Tel.: 040/ 428 033 207

 

Frankfurt/Main:

Beratungsdienst Hauptwache

Tel.: 069/ 28 27 11 

 

 

Caritasverband Frankfurt e.V. Eltern- und Jugendberatung Stadtmitte

Mainkai 40

Tel.: 069/ 91 33 1661

 

 hello3

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